Einen geeigneten Namen für jede Figur suchen

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Bei jedem Buch stehe ich vor der Entscheidung der Namensvergabe. Wie soll mein/e Protagonist/in, der Love interest, die Freundinnen, die Familienmitglieder und andere Statisten heißen? Klar, nicht jeder Name ist gleich wichtig, aber doch muss er vergeben werden.

Namen von meinem Umfeld vermeide ich gerne. Bis jetzt wenigstens. Denn irgendwann wird sich bestimmt der eine oder andere Namen aus der Familie oder Freundeskreis einschleichen und vielleicht als Artist vor einem Pub oder sonst irgendwo durch eine Szene spazieren.

Wichtigkeit eines Namens

Da ich Geschichten schreiben, die in der heutigen Zeit spielen, kann ich auch alltägliche Namen verwenden. Wenn die Geschichte in einem anderen Land spielt, suche ich solche die dort gängig sind, aber für uns dennoch keine Zungenbrecher darstellen. Aus meiner Erfahrung, ist es sehr wichtig, zumindest für den Protagonisten oder die Protagonistin, einen Namen auszusuchen, der mir gefällt und ich sicher sein kann, dass der für mich in Stein gemeißelt ist.

Bei meinem ersten Buch „Der Duft von Kaffee und Kuchen“ hieß die Protagonistin während dem Schreiben Lea. Dann meinte meine Lektorin auf einmal, das wäre aber kein englischer Name, außer ich würde am Ende ein h anfügen. Ich natürlich, – heute würde ich mich für das h am Schluss entscheiden – ging sofort auf die Suche eines anderen Namens, der sich mehr englisch anhörte. Lora habe ich dann ausgewählt. Doch von da an war die Figur mir vollkommen fremd, als würde ich sie nicht kennen, obwohl ich Monate lang tagtäglich mit ihr verbracht hatte.

Man gewöhnt sich an einen Namen und assoziiert ihn auf diese eine Person. Das ist, als würde sich eine Freundin die Barbara hieß, auf einmal Kathy nennen. Es ist enorm schwierig sich umzugewöhnen.

Meine Vorgehensweise

Zuerst plotte ich die Geschichte (dazu gibts mal einen seperaten Beitrag), wobei sich meist schon da herauskristallisiert, welchen Beruf, Hobby oder Charaktereigenschaften die Personen möglicherweise haben müssen. Dann gehe ich auf die Suche eines Fotos, dabei durchforste ich die Webseite von Pixabay und Pinterest nach passenden Porträtfotos zu den verschiedenen Figuren, die in der Geschichte mitwirken. Ich stelle mir dann die Frage: „könnte diese Person so aussehen?“ Natürlich bekommt ihr die Fotos sonst nie zu Gesicht.

Nur bei „Gelebte Träume“ habe ich eine Ausnahme gemacht. Das konnte ich, da die Fotos lizenzfrei zu gebrauchen sind. So habe ich die drei Protagonistinnen der Trilogie auf Instagram und Facebook vorgestellt. ÜBRIGENS SIND SIE IM BEITRAGSBILD AUCH ZU SEHEN.

Somit habe ich je ein Bild der verschiedenen Figuren vor Augen. Anhand von denen suche ich im Netz auf verschiedenen Seiten nach Vor- und Nachnamen für alle Personen. Auch hier stelle ich mir wieder die Frage, welcher Name könnte zu der Person auf dem Bild passen. So habe ich vor dem Schreiben eine Gruppe von Namen zusammen, die ich anhand der Bilder kennenlernen kann, ehe es ans eigentliche Schreiben gehen kann.

Aber das Namensuchen ist danach nicht abgeschlossen. Da tauchen immer wieder während des Schreibens irgendwelche Personen auf. Das sind aber dann eher Statisten mit kleinen Rollen, an die ich im Vorfeld noch nicht gedacht hatte.

Die sind dann auch nicht so relevant. Denen reicht meist ein Vorname oder Familienname und ein Merkmal, um sie zu beschreiben.

 

Ich wünsche dir eine gute Zeit und bleib gesund!

Deine

Nola